Technolution - Matthias Horx

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Technolution von Matthias Horx

Wie unsere Zukunft sich entwickelt

Eine Zusammnefassung dieses Wiki eintrages kann im myknow Blog unter: Technolution Matthias Horx eingesehen werden.

Stichwortartige Zusammenfassung des Buches Technolution, in Bezug auf den zukünftigen Wissenstransfer und der Ausarbeitung eine Marketingstrategie für myknow.

Auf dem Dachboden oder: der vollautomatische Mann

  • S.17 Technologie, das war - und ist bis heute - die grosse Mutter, die uns anstandslos und ohne Murren rund um die Uhr versorgt.

Eine kleine Flopologie

  • S.21 Die Zeppeline waren das Produkt eines langen Sehnsuchtsprozesses. Die mentalen und technischen Vorbereitungen hatten bereits Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende gedauert. Der Tarum vom fliefgen ist so alt wie die Menschheit selbst.
  • S.25 Weniger das Bewegen von Ort zu Ort als die Betrachtung der Welt bildet den sinnhaften Kern einer Zeppelinreise.
    Trotz immer grösserer Gasballons und immer riesigerer Konstruktionen trugen die Zeppeline einfach nicht mehr Gewicht.
  • S.26 Kernversprechen der industriellen Moderne: Geschwindigkeit.
    Der Zeppelin entstand aus Träumen von Imperialität. Flugzeuge dagegen entstanden aus den Träumen persönlicher Abenteuer... Die Evolution der Flugzeuge war ein strikt darwinistischer Prozess. Aber aufgrund der Vielfalt der Flugzeugindustrie waren die Verluste nie gross genug, um die Evolution aufzuhalten. Aufgrund der gnadenlosen Selektion sind die heutigen Flugzeuge erstaunlich verlässlich, ökonimisch und sicher.
    Die Sackgasse der Zeppeline war einerseites technischer, aber auch ökonomischer und nicht zuletzt kultureller Natur.
  • S.27 Was im Reich der Natur Luft, Wasser, Nahrungsstoffe sind im Bereich der Technik Kapital, Wissen, Infrastrukturbildung, menschliches Interesse, aber auch kulturelle Bindungen und Bedürfnisse.
    Wie im Reich der Natur gibt es auch im Universum der Technik Überlebenstechniken wie Schnelligkeit, Panzerung, Tarnung, Symbiose, Fortpflanzungsgeschwindigkeit,Kooperation. Und wie natürliche Evolution Organiosmen radikal umformt und aussterben lässt, werden auch Technologien von ihrer Umwelt ständig zu Wandlungen getrieben - auf Gedeih oder Verderb.
  • S.28 Die Technolution des Privatfliegers stagniert.
  • S.29 Heute stecken in jedem Handy mehr elektronische Schaltkreise als im Apollo-Mondlandeprogramm.
  • S.31 Die Amygdala ist zuständig für Angst und Erregungen in unserem Gehirn.
  • S.34 Ich glaubbe trotzdem nicht, dass sich das automatische Fahren durchsetzen wird. Meine begründung liegt auch hier im nicht im Technischen, sondern in der mentalen Metaphysik des Autofahrens.
    Man tritt auf einen Hebel und schon werden Kräfte entfesselt, die weit jenseits der eigenen physischen Möglichkeiten liegen. Deshalb ist Autofahren erotisch und faszinierend, sexy und potent.
  • S.35 Wir tun etwas (Autofahren) und müssen gleichzeitig wenig tun.
    Männer in automatischen Autos würden lieber gleich auf den Zug umsteigen.
    Manchmal, und gar nicht so selten, ist Fortschritt durch Technik eben kein Fortschritt, sondern ein Verlust.
  • S.37 Technologieunterliegt, ebenso wie die Spezies in der Evolution, den Kriterien des komparativen Überlebensvorteils.
  • S.40 Die Folge war, dass die Stadtverwaltungen sich weigerten den Segway auf den Bürgersteigen zuzulassen, weil sie ihn als Fahrzeug definierten.
    Der relative Misserfolg - oder sagen wir: ausbleibende Triumph - des Hightech-Rollers zeigt, wie Erfindungen von Zeit und Ort ihrer Entstehung abhängig sind -  ähnlich wie bei biologischen Organismen, die nur in einer bestimmten Umwelt wachsen und gedeihen.
  • S.45 Der ökonomische Wunsch ist der Vater des Trendgedankens.
    Der fundamentale Irrtum in der Annahme, die Videotelefonie wäre die logische Weiterentwicklung von Audiotelefonie, basiert auf einem Missverständnis über das Wesen menschlicher Kommunikation,
    Durch Verbal- oder auch Schrift-Fernkommunikation wie Mail oder SMS nehmen wir heiklen sozialen Situationen ihren Stachel.
  • S.46 Kommunikation in individualisierten Wohlstandskulturen dient keineswegs der Erzeugung von Nähe. Sondern dem managen von Distanz! Und genau dies sabotiert das Videotelevon gründlich.
    Mit Bildübertragung beinhaltet jeder Anruf Stress.
  • S.48 Die Papierlobby zum papierlosen Büro: Stellt nur immer mehr Computer in die Büros! Umso mehr wird ausgedruckt!
  • S.51 Allen Datenbanken, Wikipedias, Googles zum Trotz haben wir eine zutiefst analoge Weise, Inhalte zu verknüpfen. Wenn wir uns etwas kognitiv aneignen, verorten wir .
    Content mag in Datenspeichern und Suchmaschinen gelagert werden, Kontext sucht immer ein Regal!
  • S.52 Lernen ist ein sinnlich-organischer Auseinandersezungsprozess mit der Umwelt, in dem Menschen als Genze beteiligt sind- nicht nur als Gehirne.
    Ganze Menschen haben Gefühle, Neugier oder Langeweile, Ängste oder Interessen, Leidenschaften oder Obsessionen. Entscheidend für den Lernerfolg ist, ob man etwas wissen will - das Lernen des Lernens ist somit der entscheidende Kern des kognitiven Prozesses.
  • S.53 Lernen kann plötzlich zur Leidenschaft, ja zur Sucht werden. Menschen sind, wenn sie ihre Neugier frei entfalten können, Kognitionsmaschinen, die ständig nach neuen Lernerfolgen suchen...
  • S.54 Übertragungssyndrom. Kulturformen und Menschenbilder der Vergangenheit werden auf Zukunftstechnologien übertragen und scheitern kläglich.
    Dieser Mechanismus ist einer der wesentlichen Gründe für das Scheitern von Innovationen.
  • S.55 Affenfallen-Statement
    Das Fernsehen hat seine grossen, seine kulturprägende und weltstrukturierende Zeit längst hinter sich.
    Das Fernsehen bedeutet für die Wahrnehmung der Menschen das, was das Auto for die Mobilität darstellt. Fernsehen komprimierte Raum und Zeit, es gab der modernen Massengesellschaft ihre kollektiven Themen.
    Das Fernsehen war ein Kognitionssystem, das der Wohlstandsgesellschaft ein Wir verlieh.
  • S.59 In der Tat hat die Idee eines all-in-One Gerätes etwas Plausibles. Jedoch hat Komplexität Folgekosten, die in sinkenden Grenznutzen von Einzelfunktionen bestehen. In der Natur gibt es nur wenige überlebende Iniversalisten (zum Beispiel den Menschen). Und selbst der Mensch ist durch eine Spezialisierung charakterisiert: Sein übergrosses Hirn.
    Jede Universalisierung kostet Funktionalität.
    Im Kosmos der Kommunikation existieren im Prinzip vier Grundsituationen, die sich fundamental voneinander unterscheiden.
    y+ Intentional: etwas bewirken, Menschen von etwas überzeugen
    y- Passiv: informieren ohne aktivieren, Massensport, Kneipenbesuch
    x+ Sozial: Information vergleichen, austauschen
    x- Individuell: individuelles verarbeiten von Information, Radio TV Zeitung One-to-many
  • S.63 Jede Kommunikationsaufgabe erfordert ein ganz bestimmtes soziales Setting.
    Vaktoren der Kommunikation: Bandbreite, Interaktivität, Körperfaktor, Unmittelbarkeit, Echtzeit
  • S.65 Vielfalt und Spezialisierung, nicht Universalität sind im Reich der Biologie ein Megatrend.
  • S.68 Der intelligente Kühlschrank ist also auch eine Fehlübertragung aus der Bürowelt in die Familienwelt - in beiden Sphären herrschen sehr unterschiedliche Gesetze.
  • S.69 Intelligenz, so ahnen wir, ist nicht technologisch objektivierbar. Sie hat etwas mit Macht zu tun, mit Interpretations- und Unterscheidungsprozessen, die genuin humanen Kriterien unterliegen. Maschinen intelligent zu machen ist nicht nur sehr sehr schwer. Es ist vielleicht auch sehr dumm. Sollten Maschinen nicht lieber das Dumme für uns erledigen, damit wir schlauer werden können?
  • S.70 Ein grosser Teil des KI-Hypes, des geredes von küntlicher Intelligenz, verdanken wir einem simplen Missverständnis: Denken wird hier als simple Rechenoperation definiert.
    Dass das menschliche Hirn eben mehr als ein Rechenwerk ist, lässt sich offenbar nur schwer begreifen.
  • S.71 Meine Prognose lautet: Der humanoide, intelligente Roboter (also der Roboter in menschlicher Gestalt mit menschenähnlichen Fähigkeiten) wird für immer ein Running Gag, ein Fabelwesen der Technologiegeschicht bleiben.
    Drei Gründe dafür:
    - Man kann drei Milliarden Jahre Evolution nicht schlagen
    - Intelligenz ist fleischlich
    - Die komplexe Struktur unseres Geistes ist nichts anderes als eine Verzweiflungsknospe
  • S.74 Cybersex wird nicht funktionieren, denn ohne die neuronalen Fantasieproduktionen in unserem Hirn geht wenig.
  • S.74 Die Erfindung von künstlicher Intelligenz wäre so. als würde man einen Haufen Arbeiten in die Erfindung von Autos stecken, die auf Beinen laufen können, statt das rad weiter zu nutzen.
  • S.75 Wir wollen wissen, zu welcher Seineskategorie ein Ding gehört. Die Auskunft darüber was lebt und was tod ist, das ist eines der grundlegenden menschlichen Einordnungsmuster überhaupt.
  • S.75 Rodney Brooks vom MIT will künstliche Intelligenz nicht mehr konstruieren, sondern evolutionieren.
    Die Fallstudie das intelligenten Roboters zeigt uns, dass wir zwischen technischen Möglichkeiten und den Botschaften der Technologie unterscheiden müssen.
  • S.76 In den Heimen für Demente hat sich Paro bewährt, ein robotisches Kuscheltier zum Anfassen und trösten, dass das menschliche Gegenüber mit seinen Knopfaugen direkt anguckt. Aber muss es deshalb intelligent sein? Besser nicht.
  • S.76 Mgeaflops oder Utopieflops: Heute Wissen wir, dass die Menschheit bei etwa 9,2 Milliarden ihren zahlenmässigen Zenit erreichen wird ungefähr im Jahr 2060.
  • S.77 Running Gags oder Fabelwesen Flops: Denn in ihrem Kern steckt eine Erlösungsfantasuie, ein dringender, existenzieller Wunsch.
    Running Gags sind die Affenfallen der technischen Zukunftsvisionen.
    Wie der berühmte Affe, der ein leckeres Stück Fleisch in einer hohlen Kokosnuss findet, hineinlangt und das Stück grapscht, aber nun durch die schmale Öffnung das Stück Fleisch nicht mehr herausziehen kann, vor lauter Gier micht loslässt und deshalb mit dem schweren Ding am Arm eine leichte Beute ist. (So fangen angeblich eineige Südseestämme Affen)
  • S.80 Dymaxion-Auto
  • S.81 Akzelerationskonstante schneller weiter mehr, technologische Steigerung
    Steigerung von der alten Technik zur neuen Technik
  • S.82 Der Meta-Kontext technischer Evolutionen
    - Technische Evolution
    -- Kulturelle Systeme
    -- Geistige und materielle Ressourcen
    -- Kollektive Wunsch-Ökonomien
    -- Ökonomie und Forschungsinteressen
  • S.84 The chief cause of problems is solutions. Eric Sevareid


Die Mensch-Maschine-Symbiose

Wie Kultur und Technik ko-evolutionieren

  • S.87 Wir wollen Distanz zwischen uns und die Zwänge der Natur bringen
  • S.88 Andererseits scheint kaum erklärbar, welche ungeheueren Ungleichzeitigkeiten in Bezug auf Nutzung und Erfindungen von Techniken auf unserem Planeten bestehen. Neben den Andamanern (Barabaig, Kung San, Inuit, Sinabo, Yanaigua, Huorani, Wapishana, Akulio und hunderte andere Gruppen), deren Grösse dem typischen Pool tribaler Gesellschaften entspricht - zwischen 80 und 200 Individuen. Man findet sie in allen Klimazonen der Erde.
    Doch exportiert man einen Andamaner in Jungem Alter in eine westliche Stadt und lässt ihn in einer Mittelstandsfamilie aufwachsen, zur Schule gehen usw, ist er nach ein zewi Jahrzenten ohne weiteres imstande ein Hochschulexamen zu machen.
  • S.89 Jede Technik ist primitiv gegenüber der zukünftigen, aber jede zukünftige Technologie kann sich als primitiv gegenüber bestimmten Aufgaben erweisen. (Versuchen sie mal mit einem Laptop einen Löwen zu jagen!)
    Dieser Speer war ein perfekt gefertigtes, perfekt ausbalanciertes Wurfgeschoss. Mit 2,30m Länge und ungefähr 600 Gramm Gewicht ähnelt er den Wurfspeeren, die man heute auf Olympiaden benutzt.
  • S.90 Ein ganz zentraler Gedanke ist dabei das Prinzip, dass erst der Mangel weiteren Fortschritt bewirkt.
    Technik ist Notwehr, und wenn daraus ein kultureller Prozess wird, entsteht Technologie.
  • S.91 Der Grundmechanismus der Natur ist so einfacher wie effektiver Kopierprozess in zwei Dimensionen. Einerseits werden innerhalb eines Organismus ständig Gene und Gensequenzen vervielfältigt und in andere Zellen übertragen - die geniale Kopiermaschine der RNS sichert Wachstum und Regeneration des Organismus. Andererseites pflanzen sich Organismen über Gameten fort, indem sie ihr Erbgut imer wieder neu kombinieren und damit eine Variante ins Rennen ums Überleben schicken. Bei diesen Kombinationen entstehen im Laufe der zeit immer wieder kleine Abweichungen, die in der natürlichen Umwelt entweder selektiert oder verworfen werden.
  • S.92 Die Schrift schliesslich erlaubt es, Erfahrungen und Zustände aufzuzeichnen und unabhängig vom Adressaten zu speichern. Damit wird Wissen entsubjektiert. Und damit beginnt jener symbolisch-kognitive Prozess, der aus Techniken erst Technologien (im erweiterten Sinne) formt: Wissenschaft.
  • S.93 Das Erfinden erfinden
    Die Kelten verfügten über zwei innovationsfördernde Kulturmerkmale: Mobilität und Diversität.
  • S.94 Eine nomadische Priesterkaste, die Druiden, transportierte Information und Wissen über weite Strecken.
    Kopie, Adaption, Variation, Kommunikation: Nach diesen evolutionären Gesetzen entwickelt sich auch Technologie. Kopieren ist bis heute noch ein probates Mittel der technologischen Evolution geblieben - und ein überaus erfolgreiches zudem. Der verächtliche Vorwurf an die Kopier Chinesen lässt vergessen, dass auch westliche Technologien Ergebnisse eines Kopiertransfers sind: Die Griechen adaptierten Technologien von den Persern, die Römer nutzten das Wissen der attischen Kultur, die christliche Renaisance kopierte und verbesserte die Errungenschaften der muslimischen Blütezeit. Technologie ist, wie die biologische Evolution, ein Produkt von Sampling-Prozessen. Sie blüht und gedeiht dort, wo Kulturen aufenandertreffen, wo Austausch entsteht, wo Vielfalt und Konkurrenz um den besten Weg existieren.
  • S.95 Technos und Gaios: über Anwendungen und Abstraktion
    Erst im 17. Jh., als nach Newtons und Galileis ketzerischen Befreiungsschlägen das Experiment den Erkentnisprozess transformierte, kam es zu einer Annäherung der Theorie an die Praxis. Und erst in der Industriellen Revolution tauchte jener Begriff des Fortschritts auf, in dem Erfindungen und Anwendungen, Theorien und Apparate, Forschung und Entwicklung sich zu einem einheitlichen Prozess vereinen konnten.
  • S.100 Die Griechen entwickeln ein Ideal von Warheit, in dessen Zentrum das Individuum stand. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Kultur des Wandels und des Fortschritts.
  • S.101 Andererseits nutzten Griechen wie Römer kaum mechanische Kraft, obwohl im antiken Griechenland bereits der Flaschenzug erfunden worden war. Zum Heben schwerer Lasten und als Antiebskraft für Mühlen wurden selten Ochsen, meistens Menschen eingesetzt. Sklavenwirtschaft.
  • S.104 Dynamisch wird die Technolution immer an jenem Punkt, an dem die Triebkraft des Technologischen zu neuen sozialen Mustern führen.
  • S.105 eskalierende Ko-Evolution: Der Löwe optimiert seine Sprungfähigkeit im selben Masse, wie die Gazelle ihre Geschwindigkeit erhöht.
  • S.108 Die Attraktoren:Was Technologie vorantreibt.
    - Macht
    - Mobilität
    - Rationalisierung
    - Kontrolle
    - Status
  • S.111 Mit dem vernetzten Computer können wir uns einloggen - und dennoch unterwegs sein. An diesem Punkt überschneidet sich das Motiv der Macht mit dem der Mobilität: Jede Technologie, jedes Artefakt, das Schnittmenge dieser Motive ausfüllt, verfügt mit Sicherheit über enorme evolutionäre Vorteile in der technosozialen Evolution.
  • S.115 Die Distraktoren des technologischen Pfades
    Gegenkräfte verstehen. Alsojene Einflussfaktoren, die Technologien bremsen, ablenken oder verändern können.
    - soziale Gewohnheit (Verteidigen existenzieller Gewohnheiten)
    - systematische Beharrungskraft - Amortisation von vergangenen Investitionen (Druckluftauto, Eistechnologie, SmartFish, MVRDV in sich geschlossenes Öko-System 15Stockwerke 1700m^2 20000 Schweine Getreide Agrarfabrik) So traurig es auch klinkt: Wir erleben echte Inovationsschübe oft nach Kriegen oder Zusammenbrüchen ganzer Ökonomien.
    - Kontrollverlust Angst
    - Ethische Krisen - Die Technik der Zukunft wird ethische und moralische Fragen beantworten müssen. Oder sie wird nicht sein
  • S.123 Die Technik der Zukunft wird ethische und moralische Fragen beantworten müssen. Oder sie wird nicht sein Der Prothesen-Effekt der Technologie
    In der organischen Welt gilt ein ehernes Gesetz: Use it or lose it. Muskeln, Bewegungen, Hirnleistung falten und entfalten sich in reaktion auf vielfältigen Gebrauch. Technik hingegen hat fast immer einen Prothesen Effekt: Wenn wir sie nutzen, entlernen wir auf Dauer eigene Fähigkeiten. Wir vertrauen irgendwann darauf, mit der Krücke zu gehen.


  • Wie in der Evolution spielen auch in der technischen Exaption Zufälle eine grosse Rolle.
    Erfolgreiche Technologien beginnen oft als Hobby. Freeman Dyson in Imagined Worlds Exaption: Adaptions und Selektionssprünge - Stacheln des Stachelschweines waren ursprünglich Haare - Uhren waren klösterliche Schaltuhren fürs pünktliche Gebet - Internet Und GPS waren militärischen Zwecken vorenthalten und sind heute zu einem kommunikativen Massenmedium geworden.

Bei all diesen Erfindungen riskierten die Pioniere ihr Geld für nichts substanzielleres als - Spass.

  • S.126 Der Exaptionspfad: Ein technologischer Pfad wird durch viele Faktoren - ethische Krisen, Gewohnheits-Resistenzen, Umweltprobleme - in eine andere als die ursprünglich geplante abgelenkt.
  • S.131 Ausbreitungsgeschwindigkeit von Technologien: Man sieht deutlich den Unterschied zwischen stark infrastrukturabhängigen Technologien wie Telefon und Automobil (100Jahre) und den Turbo-Technologien wie Radio und Fernsehen (50Jahre).
  • S.132 Heute haben wir zwei, drei fernseher in unseren Wohnungen - und die Anzahl der Kinobesucher hat sich seit den siebziger Jahren verdreifacht
    Ebenso wie die Malerei sind mit dem Aufkommen der Fotografie aus der puren Darstellung der Wirklichkeit zurückgezogen, aber dafür das Neuland der abstrakten Kunst erobert.
  • S.136 Vielleicht entstehen neue Erkentnisse heute nicht menr in den Zentren, sondern in den Schnittmengen der Wissenschaften, in den unscharfen feldern zwischen den Disziplinen.
  • S.137 Technik versus Soziotechnik
    Im Jahr 1952 wurden alle Stammesmitglieder der Aboriginnes mit Stahläxten ausgerüstet. Die Stahläxte waren den Steinäxten mit ihren scharfen klinken haushoch überlegen. Zur Überraschungverbesserte sich die Lebenssituation der Aborigines keinsewegs. Im Gegenteil. Der Stamm machte einen sozialen Niedergang durch. Durch das wahllose austeilen der Stahläxte so erkennt der Anthropologe Lauriston Sharp, erlebten die Älteren einen rapiden Autoritätsverlust. Denn die kunstvoll gefertigten Steinäxte, welche über Generationen vererbt wurden, der ältesten verliehen Ihnen Einfluss und Macht.
    In der heutigen Zeit ist ähnliches zu beobachten: Kann ein 100-Dollar-Computer OLPC, wie er von Nicholas Negroponte, dem Propanagndisten  des Being Digital, auf den Weltmarkt gebracht wurde, tatsächlich die Situation der Armen und Entrechteten verändern?
  • S.139 Gerade die Technisierung des haishalts bedeutete für die Frauen eine doppelte Demütigung. Einerseits etnwertete Technologie Hausarbeit; die Botschaft lautete: Das ist so einfach, das können Maschinen auch! So wurde die Frau zu Bedienungspersonal degradiert.
  • S.140 Novel Foods: Food der Krankheiten vorbeigt wie Krebs, Herzinfarkt...
  • S.141 70% aller chronischen Krankheiten sind ernährungs- und verhaltensbedingt!
  • S.142 Gesundheit kann durch Technologie nur sehr begrenzt wiederhergestellt werden
  • S.146 Zuspätkommen ist nichts anderes als die Zelebrierung sozialer Macht. Wer zu spät kommt, zeigt, dass er am längeren Hebel sitzt.
  • S.148 Die Vision vom reisenden Wissensarbeiter ist eher eine Illusion. Reisende Business-Menschen kommunizieren zwar ständig von unterwegs, arbeiten aber seltenkonzentriert mit dem Laptop, den sie stattdessen in einer Funktion als Kommunikatios-Tool benutzen. Konzentrierte Arbeit benötigt eben immer noch ein ruhiges, von Umweltreizen abgeschottetes setting.
  • S.150 Vor-Entwicklung oder Prätechnologie
  
Techno-soziale Zyklen.jpeg
  • S.151 Dieser Zyklus, so meine These, lässt sich nicht beliebig verkürzen.
    Bei den Schlüsseltechniken, die heute unser Leben prägen dauerte der ganze Zyklus ungefähr ein Jahrhundert
  • S.152 Prätechnologien dienen der kognitiven Vorbereitung auf die Zukunft. Diese mentale Vorbereitung ist nötig, damit wir eine Technologie überhaupt als Nutzung wahrnehmen können.
    Ein wichtiger Schlüssel zu unserem Technologieverständnis ist das Design.
  • S.154 Fast alle Erfindungen sind Rekombinationen
  • S.156 Autofahrer auf den Plakaten der zwanziger Jahre: Herren mit Lederkappen, Damen mit Hut, Lederhandschuhe. Es waren die Insignien des Reitens, die man auf den Autofahrer übertrug.
  • S.157 Allerdings hat der Streitwagen des Fortschritts eine entscheidende Metamorphose noch vor sich: den radikalen Wandel der Antriebstechnik nach dem Ölzeitalter.
  • S.160 Die vier Phasen der ökonomischen Adaption
    - Der kritische Preis
    - Die kritische Masse
    - Die Substitution einer anderen Technologie
    - Fast Umsonst
  • S.161 Die Morphologie der Dinge
    In der Natur gilt das eherne Gesetz: Form follows Function (Schnabel von Vögeln, Beine der Gazellen, Haifisch Schwimmkörper usw...)
  • S.167 Viele Jahrhunderte lang betrachtete man die biologische Evolution als eine saubere Aneinanderreihung von Linien und Stämmen, aus dem ein organischer Lebensbaum erwuchs - von der Urzelle bis zum Menschen. evolutionäre Kontiuität.
    puncted equilibrium: (unterbrochenes/eingeschränktes Gleichgewicht) Evolution findet in Kaskaden, Diversitätsexplosionen und dazwischen gewaltigen Phasen des Artensterbens statt.
  • S.168 Um 1900 fuhren Elektroautos, Dampfautos und Hubkolbenautos in den Metropolen umher.
    Warum sollte am Ende dieser chaotischen Geburtszeit des Automobils die Hubkolben-Motortechnik als Sieger dastehen? Autos waren zu Beginn Spielzeuge für die Reichen. Und Reiche wollten Ausfahrten unternehmen- hoch in die Berge, über weiter Strecken. Dazu brauchte man starke Motoren, Antriebe, die auch ausserhalb der Städte funktionierten. Da das Tankstellennetz damals so gut wie gar nicht exsistierte, selektierte die technische Evolution den Treibstoff mit der höchsten Energiedichte. Öl war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Rohstoff, der sich leicht erschliessen liess.
  • S.170 Autos werdenin den nächsten Jahrzenten mit Gas, Biogas, Methan, Druckluft, Ethanol, Ethanol II, Algan-Ethanol und vielen anderen Generationen von synthetisch-biologischen Antriebsmitteln fahren, selbst wenn sich ihre äussere Form wenig ändert.
  • S.171 für weite Distanzen werden schwere Autos gemietet.
  • S.173 Handylution - Die Handys repräsentieren die Käfer-Spezies der Technologie.
  • S.175 Die Entwicklungskosten eines Handy können schon mal 50Millionen Dollar betragen. Beim iPhone waren es 150 Millionen Dollar.

Heilige Technologie

Wie die Smart Tech der Zukunft selektiert wird
Daher ist die Aufgabe nicht sowohl, zu sehen was noch Keiner gesehen hat, als, bei Dem, was Jeder sieht, zu denken, was noch Keiner gedacht hat. - Arthur Schopenhauer
Die Produkte, an denen wir am meisten hängen, wurden aus dem Bauch heraus, durch Herumprobieren und mit fanatischer Hingabe von Menschen geschaffen, die mindestens Exzentriker, wenn nicht komplett verrückt waren. - Jack Mingo

  • S.181 Zu Apple, die Offenbarung des Bärtigen - Wie kommt es zu dieser spirituellen Aufladung? Wie wir gesehen haben, ist Technologie in ihrem Wesenskern zutiefst mit der Sehnsucht nach Erlösung verbunden. Technologie ist immer auch eine Metapher für die Überwindung von Zeit, Raum, Knappheit, Krankheit und Tod.
  • S.182 Apple vermittelt das Gefühl über die ergonomisch, usabillity freundlichen Gerate - Jemand denkt an uns.
    Visionsraumschiffe der Gegenwart, sie widersprechen der ästetischen Profanität der üblichen Computer.
    Der Techno-Guru Steve Jobs ruft eine Gegenwelt aus, in der Technologie wieder zu ihrem mystischen Kern zurückfindet. Das bessere schönere Morgen.
  • S.183 Die Auslese des neuen
    Parameter der Diffusion of Innovations oder Durchsetzungschancen neuer Technologien:
    - Probierbarkeit (Anfassen testen, Probieren...)
    - relativer Vorteil (Verbesserungsgrad)
    - Kompatibilität (Aufwand den wir treiben müssen um die neue Technologie zu erlernen, bestehendes zu transformieren...)
    - Komplexität
    - Beobachtbarkeit
  • S.184 Der Fortschritt bei Konsumgütern ist zur nerftötenden Landplage geworden. - Webpage von Manufactum,com
  • S.189 Embedded Technology - Jede angewandte Technik ist Teil eines Service-Systems, einer sozotechnischen Umwelt.
    Open Innovation
  • S.190 Resilient Tech - unkaputtbare Technik
    Mit drei Minuten Kurbeln konnte man fast drei Stunden Radio hören. Freeplay Geräte
    Eigentlich ist Autonomie das Grundversprechen des Technischen
  • Sensuelle Technologie - Wenn wir zu schnell auf der Autobahn fahren, riecht es plötzlich nach heissem Metall...
  • S.196 Bionik (Biomimikry, Biomimetik, Biomimese) Tech - die organische Technik - Rück-Bindung zur organischen Welt
    An der Universität von Berkley entwickelte man Klebstoffe nach dem Vorbild der Geckos: Mithilfe von Millionen mikroskopischer Härchen nutzen Geckos die sogenannten Van-der-Waals-Kräfte, um an der Decke zu laufen, ohne herunterzufallen.
    Scott White von der Universität of Illinois erfand sich selbst reparierendes Plastik nach dem Vorbild menschlichen Kapillargewebes.
    Penicillin, ist nichts anderes als das Stoffwechselprodukt eines Schimmelpilzes.
    Die wirksamsten Schmerzsubstanzen aller Zeiten fand man in Südsee-Meeresschnecken.
    Gegen die Wirksamkeit von Frosch-, Schlangen-, und Spinnengiften sind Labortoxine immer noch dillettantisch.
  • S.199 Warum schlechte Technik überlebt
    Ausbeutende Organismen sind Spezies mit klaren Nischen und etablierten Überlebensstrategien. Ein ausbeutender Organismus wird kaum etwas evolutionär Neues probieren, er wird bei seinen bewährten Methoden bleiben und sich die Umwelt um sich herum so weit wie möglich unterwerfen. Das ist gut für seine Individuen, auch für die nächsten Generationen, denn auf diese Weise vermeiden sie Risiken, die unwiderbringlich mit Adaption und Veränderungen verbunden sind. Aber auf lange Sicht ist es gefährlich für die Spezies. Forschende organismen hingegen tendiern zu neuen Nischen, mutieren schnell, entwickeln neue Überlebensstrategien. Das ist risikoreich im kurzfristigen, denn jede Veränderung beinhaltet Risiken des Scheiterns. Über lange Sicht jedoch hält es die Spezies flexibel und erhöht ihre generellen Überlebenschancen. Aus Jeffry Kluger - Simplexity. The Simple Rules of a Complex World.
    Nicht wir nutzen Technik, sondern Technik benutzt uns!
  • S.200 Wir füttern die fette Königin, die sich längst die digitale Umwelt untertan gemacht hat wie eine gewaltiger Pilz oder wie eine virale Epidemie.
    Sind wir nichts anderes als der Stoffwechsel des Systems Flugzeug, so wie im Kultfilm Matrix, wo Menschen schlicht als Wärmeaggregate der Maschinen dienen?
  • S.201 Technologie, so müssen wir erkennen, kann durchaus ein Eigenleben führen. Sie ist ebenfalls ein Organismus, mit Bedürfnissen, Ansprüchen, Forderungen an die Umwelt. Sie kann mächtig werden, sehr mächtig. Und dann können sich die Rollen vertauschen, zwischen Technik und Natur, Innovation und Evolution.
  • S.202 Warum hat die Natur nicht das rad erfunden? Sie hat! Und zwar in Form eines Linearmotors, der durch natürliche Evolution zustande kam - der Antriebsmechanismus, der manche Bakterienarten peitschenförmig vorantreibt. Dieses Flagelum ist in mehreren Schichten aufgebaut, die molekular vooneinander getrennt, mechanische Drehbewegungen verursachen.
  • S.203 Die Welt stellt also dieselben Bedingungen an alle drei: Tiere, Menschen und Artefakte
  • S.203 Technologie als geführte Evolution
  • S.204 Der Unerschied von klassisch bioligischer-,  und technischer Evolution: In der Technischen Evolution gibt es einen Informationsaustausch der verschiedenen Abzweigungen im evolutionären Stammbaum. Daher Gibt es eine gerichtete, gleichzeitige Evolution. In der natürlichen Evolution sind die Mutationen zeitlich zufällig.
  • S.205 Evo-Devo Evolutionary Development Theory
  • S.206 Der genetische Code findet keine Lösung, sondern organisiert einen Wettbewerb von Möglichkeiten. .

Stellen wir uns vor, wir können beide Prinzipien miteinander kombinieren: das blinde Prinzip des trial and error mit dem analytischen Verfahren des engineering. So entstünde eine Meta Technologie des Technologischen - die man tatsächlich Technolution nennen könnte

  • S.206 Im Rahmen der EA-Wissenschaft - Evolutionary Algorithms - versuchen Computerwissenschafter heute, die Gesetze der Evolution auf technische Entwicklungen anzuwenden.
    AddService => System welches sich selber ein Produkt evulotioniert.
  • S.207 Methoden des digitalen EA - trial and error, brute force (Rechnen bis die Balken sich biegen), failing faster (Unabhängige Teams forschen im Wettbewerb gegeneinander)

Zu den Sternen

Unsere meta-technologische Zukunft

Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse Ihn - Julian Barnes

  • S.213 Extropianer glauben an die Macht einer Technik, die uns schon demnächst ins Reich des Transhumanismus entführt.
  • S.215 Jede einzelne der sieben Todeskrankheiten, also jener zellulären und organischen Prozesse, die zu Alterung, Siechtum und Tod führen, ist seiner Meinung nach demnächst mit technisch biologischen Mitteln behandelbar:
    - Atrophie und Verlust von Zellen
    - Anhäufung unerwünschter Zellen
    - Mutation in Chromosomen
    - Mutation in Mitochondrien
    - Anhäufung von Abfall in der Zelle
    - Anhäufung von Abfall ausserhalb der Zelle
    - Brückenbindung zwischen Proteinen ausserhalb der Zelle
  • S.218 Der Wunsch nach Unsterblichkeit gehört zu den uralten Kulturellen Sehnsüchten der Menschen
    Wäre Religion jemals entstanden, wenn menschliches Leben nicht schon nach so kurzer Zeit mit dem Tod enden würde?
    Wissen wir wirklich was wir da überwinden.
  • S.219 Die Evolution basiert auf dem Sterben
    Den Tod zu beenden hiesse, die Evolution zu beenden. Kann man Evolution beenden, ohne das Leben selbst zu beenden
  • S.223 World of Warcraft - Es ist die stärkste Droge, die ich jemals kennengelernt habe.
    Ist das Leben nicht eine einzige Quest, eine Aufgabe, die uns ein unsichtbarer Programmierer stellte?
  • S.224 Technik wird die Hülle, in der wir unser Innerstes nach aussen stülpen und Fantasien neuronale Wirklichkeit werden.
  • S.225 Die Erde hingegen ist ein hervorragendes, ja eigentlich perfektes biologiosches Raumschiff, um dessen Lebenserhaltungssystem wir uns schleunigst kümmern müssen.
  • S.228 Mit Sicherheit wird sich der Bildschirm irgendwann auflösen.
  • S.232 Die logische Pyramide der Zukunftstechnologien
    - Moleculeering - hiesse dass wir praktisch alle Moleküle aus allen Atomen formen und zusammensetzen können. Dadurch werdenmaterialien jeder Art zur verfügung stehen.
    - Mind Engineering - Letzten endes sind die Kräfte des Geistes, die unsere Zukunft bestimmen. Nur wenn wird den Geist befreien, formen und befrieden können, werden wir den humanen Pfad weiter beschreiten. Es geht darum Realität nicht nur zu simulieren, sondern zu stimmulieren. Die Virtualität nicht nur zu spiegeln, sondern zu produzieren.
Logische Pyramide der Zukunftstechnologien.jpeg
  • S.234 Die Omega-Technologie
    Gott liegt nach diesem Modell nicht am Anfang, sondern am Ende der Schöpfungsgeschichte
  • S.240 Die Kreolisierung - Könnte eines fernen Tages Technologie eine Art Müllhalde werden, in der wir mit vortechnologischen Methoden herumkrachen und alles neu zusammenbasteln, ohne es je wieder voll ganz machen zu können. (Madmax, Waterworld...) 
  • S.241 Wir erinnern uns: Das erste Motiv für die Entwicklung von Technik ist der Mangel, die Knappheit, an Sicherheit, Nahrung, Macht, Mobilität etc.
    In einer befriedigten ökologisierten, Hocheffektiven Welt wäre durchaus ein Stillstand der Technologie denkbar, ein Äquilibrium.
    Das Problem ist nur, dass Technologie noch Biologie auf diese Weise funktionieren. Nicht auf Dauer. Gleichgewicht ist nicht nachhaltig. Das Universum lebt, und es verändert sich ständig. Und wir mit Ihm.
  • S.243 Auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise herrscht die Technologie nicht, sie ist nur Vehikel der Erkenntnis. Es geht um den analytischen Verstand, um Moral und Philosophie. Eine Kraft die die höhere geistige Komplexität sucht. Dazu nutzt sie Technik. Aber nicht als Prothese sondern als Spiegel.


  • S.244 Keine Spezies, auch unsere nicht, besitzt einen Daseinsgrund jenseits des Imperative, die dirchihre genetische Geschichte geschaffen wurden. Spezies mögen ein grosses Potenzial für materiellen und mentalen Fortschritt besitzen. Aber es fehlt ihnen an einem immanenten Zweck oder einer Führung jenseites ihrer unmittelbaren Umwelt. Sie habenkeine evolutionäres Ziel, zu dem ihre mölekulare Architektur sie drängt. Ich glaube, das der menschliche Geist in einer Weise konstruirt ist, der ihn in seinem natürlichen Begrenzungen einschliesst und ihn dazu zwingt, Entscheidungen mit einer pur biologischen Zweckmässigkeit zu treffen. - Richard Rhodes, Vision of Technology (Ich [Roger] sehe das anders, das Beispiel der Osterinseln zeigt es deutlich)
    Was bedeutet es, wenn wir kein bestimmtes Ziel haben, zu dem es uns drängt? Dann entscheidet ganz allein das Kulturelle, das sozial Erlernte, unsere Fähigkeit zur Moderation und Kooperation, also unsere humanen Soziotechniken, über unseren Weg in die Zukunft,
  • S.245 Ich glaube, wir werden uns entscheiden, weiter zu leiden.
    Das Leiden ist das zentrale Element des Menschen, jenes Humanum, das uns von den Maschinen unterscheidet. Wäre das nicht ein Trost, dass wir den nachkommen ähnlich bleiben, allem scheinbar rasenden Fortschritt zum Trotz?


Nachwort und Danksagung

  •  S.244 Die Systemtheorie ist die DNA - oder der Zellkern - der modernen prognistischen Wissenschaft.
    zu den Königswissenschaften von heute und morgen gehören Hermenautik und Kognitionswissenschaften, Neurowissenschaften und Kognitionspsychologie, Probabilistik und Systemische Soziologie und Ökoniomie, die holistische Kulturantrophologie und die Metaklomlexitätstehorie
  • S.245 Alle diese Denkansätze und Geistesleistungen haben ein zentrales Merkmal: Sie netstehen aus der Verknüpfung. Sie brechen aus den traditionellen Disziplinen und Sichtweisen aus, und sie tun dies ganz bewusst.
    synthetische Wissenschaften Danksagung an: Und nicht zuletzt den zahllosen Feinden, Dummköpfen und Skeptikern, die nach dem schlichten Reiz-Reaktions.Schema mich langsam und mühsam klüger zu machen scheinen. So hoffe ich es jedenfalls.


Der Futurtech-Scan

  • S.251
    - In welchem Stadium befindet sich die Technologie?
    - Wird sie sich zu einer Nischenanwendung oder einer killerapplikation entwickeln?
    - Wie gross ist ihre Relevanz im Marktumfeld?

 

  Futurtech Scan Matrix am Beispiel der Atomkraft.jpeg  Technikraster der Atomkraft und Matrix der Touchscreen Technologie.jpeg

 

 

 

A.I. - Künstliche Intelligenz

Im Film A.I. - Künstliche Intelligenz bringt Steven Spielberg es auf den Punkt in der Szene wo der Junge seinen Erschaffer wiederfindet:"Eine der grösste menschlichen Gaben ist, seinen Träumen zu folgen."

Später als die Mechas David nach 2000 Jahren wiederfanden, hatte er als einziger Aufzeichnungen von echten Menschen gespeichert. Die Mechas erklären ihm: "David ich habe die Menschen oft mit einer Art Neid betrachtet. Neid auf das was sie Seele nannten. Die Menschen haben Millionen von Erklärungen für den Sinn des Lebens geschaffen in der Kunst, in der Dichtung, in mathematischen Formeln. Zweifellos muss der Mensch der Schlüssel zum Sinn aller Existenz sein. Aber die Menschen selbst existieren nicht mehr.[...] Wäre es wohl möglich mit dem Bau des menschlichen Körpers auch seine Erinnerungen wieder zu erwecken? Und weist du was wir herausgefunden haben! Dass in der inneren Struktur der Raumzeit selbst offenbar alle Information zu allen Ereignissen gespeichert sind die sich jemals in der Vergangenheit zugetragen haben. Und doch war das Experiment ein Fehlschlag. Denn das erneuerte Leben der wiedererweckten lebte nur einen einzigen Tag. Wenn die wiedererweckten am Abend ihres Tages einschliefen und zu Träumen begannen, starben sie erneut. Sobald sie das Bewusstsein verloren endete ihre Existenz, verschwand in der Dunkelheit. Weist du David, die Gleichungen haben eins gezeigt. Wenn ein individueller Raumzeitpfad einmal benutzt worden ist kann er nie wieder benutzt werden. [...] David du bist das fortdauernde Gedächtnis der Menschheit."