Brand eins 11-2009 wissen ist der erste rohstoff der sich bei gebrauch vermehrt

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Zitate, Link und Schnippselsammlung von brand eins 11-2009 "Schwerpunkt Denken"

SugarCRM S.27

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  • Software kann man kaufen oder wie bei Salesforde und SugarCRM mieten
  • Microsoft, SAP und Oracle setzen 2008 100 Milliarden US$ um mit Lizenzen
  • Saleforce Umsatz 2008: 1 Milliarde US$
  • SugarCRM Umsatz 2008: 100 Millionen US$
  • Freemium-Modell: Gratis Software mit gebührenpflichtigen Extras (identisch myknow)
  • 2004, drei Mitarbeiter, 396 Downloads
  • 2008, 160 Mitarbeiter, 5,2 Millionen Downloads, 4500 zahlende Kunden
  • Der Mehrwert speist sich vor allem aus der tatsache, dass weltweit rund 16'000 Entwickler an dem Produkt werkeln und beständig verbessern. Tech-Dienstleister vor Ort bieten sich als neuzeitliche Monteure.

Die Besserwisser S.50

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1. Geschäftsschädigung Isaac Newton

  • Newton hat die Grundlage der modernen Physik gelegt. Nach seinem Tod wurden inmitten der genialen Schriften des Meisters merkwürdige Dinge gefunden, Krims Krams. Sachen die mit logischer, systematischer und also vernünftiger Denkarbeit wenig zu tun hatten. Allerlei Kram den der Gelehrte heimlich, aber offensichtlich mit grosser Leidenschaft sammelte. Materialien zum Goldmachen, alchemistisches Zeug, esoterisches Gewurble. Was für eine Schande dachten die Hinterbliebenen. Der Fund war Geschäftsschädigend. Die Verwandten packten das ganze Zeugs in einen Koffer und verbuddelten es im Garten. Buch: Newtons Koffer
  • Denken ist, laut Schischkoffs "Philosophischem Wörterbuch" ein Vorgang, bei dem "Vorstellung, Erinnerung und Begriffe eine Erkenntnis formen", um daraus "brauchbare Handlungsanweisungen zur Meisterung von Lebe4nssituationen zu gewinnen".
  • Newton war ein Klugscheisser, einer der neu denkt und das auch laut sagt. Ein Beserwisser eben. Einer, der den Seelenfrieden und die Ruhe anderer stört. Die Idylle al jener, die nicht wissen, wie es besser geht.
  • Im Grossen und Ganzen kann man die sich geistige anstrengende Menschheit, also ohnehin wohl nur ein Bruchteil der Gesamtpopulation, in zwei Denkschulen einteilen: in die Denkbürokraten und die Denkunternehmer. Newton war ohne zweifel Denkunternehmer, denn was er an Wissen produzierte und damit an Problemen löste, gab es vor ihm nicht. Damit stellte er sich aber zwangsläufig gegen die grosse Mehrzahl jener, die mit dem vorhandenen Wissen gut ausgekommen waren, es verwaltet und sich gemütlich darin eingerichtet hatten: die Denkbeamten. Wer Bürokraten bei der Routine stört, der kann schon mal die Koffer packen.

2. Denken an sich

  • Es gibt Leute, die halten das Internet für eine grosse Denkmaschine, in der die kollektive Intelligenz ausbricht; und es gibt Leute, die halten das Internet für die Heimat für die Doofen und Bekloppten.
  • Fragen, können wir nicht denken? Es gehe, so sein Beitrag sinngemäss, doch überhaupt nicht um die Frage ob man denkt oder nicht. Sondern ob man nachdenkt oder nicht.
  • Wie gehen wir mit Denken und Denkern um? Haben wir verstanden, dass ihre Erkenntnisse die Grundlage für unser täglich Brot sind?
  • Von den elf Millionen Innformationssignalen (Bits), die unser Gehirn pro Sekunde, vermittelt durch unsere Sinnesorgane, erreichen, bleiben, gerade mal 40 Bits übrig - also der 275 000. Teil des Ganzen. Mehr packt das Gehirn nicht. Der Rest versickert im grossen Unbewussten.

3. Die Störung

Joseph A. Schumpert beschreibt die Macht der Denkroutinen an Dramatischen Beispielen: Er berichtet vom Schicksal jenes preussischen Innovators, der den Bandwebstuhl erdachte, ein für die massenhafte Herstellung von Stoffen wesentlicher Apparat. Allerdings hätte die Maschine auch das Weber-Establishment seiner Zeit bedrängt. Auf Betreiben der Konkurrenzunternehmer wurde der Mann - durch Urteil der Danziger Stadtbehörde - im Jahr 1579 erdrosselt. es dauerte fast zwei Jahrhunderte, bis sich das Prinzip gegen alle Widerstände neu entfalten konnte - und zu einer der wichtigsten Maschinen der frühen industriellen Revolution führte.

4. Die Alchemisten

  • Der vermeintliche Schutz gegen die Attacken der Erneuerung ist, dass man sich "spezialisiert", zum "Experten" wird. In dieser Nische ist es gestattet, dass das Denken zur Routine wird und sich nicht mehr über den tellerrand hinausbewegt. Forscher und Denker verfahren dabei ganz ähnlich wie Juriten, die die Grundlage der modernen Beamtenschaft bilden. Ihr Merkmal ist eine Sprache, ein Code, der die erste Schutzhülle gegen Eindringlinge von aussen darstellt. Die zweite Schutzschicht ist ein enges Regelwerk, sind Standards, Normen und sogenannte "Prozesse", die zwingend vorgeschrieben werden.
  • Nachdenken ist und bleibt ein ergebnisoffener Prozess. Nachdenken sagt nie: Das geht mich nichts an, da kenne ich mich nicht aus.

5. Intellektuelle

  • Intellektuelle sind für Lenin "überhaupt alle GebildetenVerterter freier Berufe". Hier lauert die Gefahr. In der Selbstständigkeit, die natürlich im Kopf beginnt. Unberechenbar. Mit solchen Leuten ist kein Staat zu machen, schon gar kein sozialistisches Paradies.
  • Dass man die Regeln kennen muss, bevor man sie bricht, davon will niemand etwas wissen.

7. Die andere Intelligenz

  • Bernhard von Mutius hat den "konstruktiven Intellektuellen" beschrieben.
    • Er ist weder Aussenseiter noch Neinsager
    • Er kooperiert, er stellt Beziehungen her
    • Und vor allen Dingen teilt er sein Wissen, weil er weiss, dass er nur so den Mehrwert schafft, den wir alle brauchen.
    • Wissen durch Teilung zu vermehren - das ist die ebenso neue wie schwierige Aufgabe, vor der heute viele Wissenschafter in der Wertschöpfungskette stehen. Es geht um die Entwicklung eines immateriellen Vermögens (im doppelten Wortsinn), das nur in Beziehung entsteht und nur durch in Beziehungen gelebte Werte gefördert werden kann. Solche "Beziehungs-Werte" wie beispielsweise Toleranz, Respekt vor dem anderen, Kooperationsfähigkeit, Integrität und Transparenz ermöglichen erst die grenzüberschreitenden Prozesse der Wissensbearbeitung.
    • Beziehungen, nicht Trennungen, sind die Zukunft des Denkens und der Innovation, meint von Mutius
    • Konstruktives Denken braucht breites Interesse und Neugier am anderen
    • Wir brauchen eine zweite Aufklärung, in der die Wende vom Ich zum inteligenten Wir vollzogen wird

Der Talentschuppen S.60

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Porträt einer extrem vernünftigen Firma, Gore. (Produkte wie GoreTex)

  • Bill Gore will die Atmosphäre guter Labors, in denen alleine die bessere Idee zählt, auf sein gesamtes Unternehmen übertragen.
  • In seiner Firma führt er Positionen und Titel gar nicht erst ein, ("no ranks, no titles"), damit das Wissen frei fliessen und die Teams sich eigenständig finden können. Wir managen keine Menschen, die Menschen managen sich selbst. Der Management-Theoretiker Gary Hamel bezeichnet die Firma als "Innovationsdemokratie"
  • Leadership is defined by Followership Führungsqualitäten zeigen sich demnach, "wenn jemande im Team häufig gefragt und einbezogen wird, wenn die Leute erkennen: Ja, das, was er sagt, ist richtig - so sollten wir das machen"
  • 11% des Bruttogehalts aller Mitarbeiter werden in Form von Aktien ausgezahlt, deren Wert vierteljährlich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ermittelt wird (Das Unternehmen ist nicht börsennotiert)
  • 8-10% des Umsatzes werden jährlich in Forschung und Entwicklung gesteckt. Gore finanziert das Wachstum aus dem laufenden Geschäft
  • Bei Gore darf jeder Mitarbeiter an eigenen, auch auf den ersten Blick abseitigen Projekten arbeiten. Dabei kommt immer viel Nützliches heraus. So überzog ein Ingenieur die Bowden-Züge seines Mountainbikes mit PTFE und kam dabei auf die Idee, dass man das auch mit Gitarrensaiten machen könnte. Heute ist Gore mit seinen Elixier-Gitarrensaiten Marktführer.
  • Warum arbeiten nicht mehr Unternehmen wie Gore? Weil Hierarchen ungern Macht abgeben


Weitere Gore Produkte in denen Gores Membrane angewendet wird: GoreTex, elektrische Zahnbürsten, Autoleuchten bis hin zu Brennstoffzellen.

Amel Karaboul S.67

Das Gehirn denkt nicht S. 80

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Der Psychiater Thomas Fuchs interessiert sich dafür, was Menschen brauchen, um zu denken. Zum Beispiel andere Menschen.

  • Was wir für unser Bewusstsein halten, ist für den Hirnforscher gerhard Roth lediglich ein Produkt der neuronalen Schaltkreise in unserem Kopf. Unser Ich sei "eine Fiktion, ein Traum des Gehirns". Seine Schlussfolgerung: "Nicht das Ich, sondern das Gehirn hat entschieden". Der Neuropsychologe Wolf Singer formuliert es noch zugespitzter: "Verschaltungen legen uns fest. Wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen". Ist der Glaube an den freien Willen nur eine Illusion?
  • Ein mit enem EEG nachgewiesenes Experiment vom Neuropsychologen Benjamin Libet zeigt folgendes: Das Bereitschaftspotenzial um z.B. einen Finger zu bewegen war etwa 350 Millisekunden vor dem verspürten Impuls messbar. Man könnte daraus schliessen, dass das Bewusssein sozusagen zu spät kommt und das der Bewegungsimpuls nicht vom Bewusstsein ausgeht. Aber dieses Bereitschaftspotenzial ist offensichtlich unspezifisch; es tritt nämlich bereits auf, wenn versuchspersonen sich darauf vorbereiten einen von zwei Knöpfen zu drücken, noch bevor sie erfahren, welcher es sein soll. Vor allem ist aber der Impuls, den Finger zu bewegen, keine wirkliche Entscheidung - die hatten die Versuchspersonen schon längst vorher getroffen, als sie in Libets Experiment teilnahmen. Der zeitliche Rahmen des Experiments, also Bruchteile von Sekunden, ist viel zu eng, um den Prozess einer Entscheidung abzubilden. Die Auflösung von Motorik mag ja teilweise unbewusst ablaufen - doch das auf komplexe Überlegungsprozuesse zu übertragen, halte ich für nicht haltbar.
  • Wenn ich mit ihnen spreche, kommunizieren nicht zwei Gehirne miteinander, sondern zwei Menswchen. Das Gehrin denkt nicht. Personen und nicht Neuronenverbände fühlen, denken, handeln. Und sie denken immer im Kontakt mit anderen Menschen
  • Das Gehirn eines Jugendlichen, der sehr viel Zeit damit verbringt, Computerspiele zu spielen, wird wiederum andere Verschaltungen aufweisen als das des Maurers oder des Geigers. Diese Möglichkeit der Selbstformung bedeutet Freiheit.
  • Wir können die Rolle der Gehirnprozesse bei der Entstehung von Bewusstsein und unserer Vorstellung von welt nicht ohne eine fortwährende Rückkopplung mit dem gesamten Organismus und it der Umwelt verstehen. Wir behandeln in der Psychiatrie nicht Gehirne, sondern Menschen.

Vom Schlachten heiliger Kühe S.84

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Thomas Held von der Denkfabrik Avenir Suisse

  • Die Schweiz ist eine Konkordanz-Demokratie, die alle massgeblichen politischen Kräfte, Parteien und Sprachregionen in die regierung einzubinden versucht, um Machtexzesse zu verhindern.
  • Die Denkfabrik Avenir Suisse ist eine Mischung aus Institut und Redaktion. Alle Studien die es anstösst, haben wissenschaftlichen Charakter; Professoren und Forscher wirken als externe Mitarbeiter. Doch während US-amerikanische Thinktanks vor allem Parlamentsabgeordnete und deren Stäbe im Visir haben, ziehlt Avenir Suisse auf die Schweizer Öffentlichkeit.

Die Eselstreiber S. 90

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Unternehmensberater sollen weiterdenken.

  • Beratung ist kein ausgelagertes Denken, denn beratung denkt nicht. Beratung ist eine Sicherheitsdienstleistung, die mit Bedrohungsszenarien operiert und auf der induzierten Angst von Entscheidungsträgern fusst.
  • Wir haben oft die Rolle von Eselstreibern. Und in der Rolle funktionieren wir nun mal gut.

Zurück in die Zukunft S.96

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Alle Menschen glauben, das Morgen liege vor und das Gestern hinter ihnen. Nur die Aymara in Bolivien nicht. Reise zu einem Volk mit eigener Logik.

  • Die Zukunft liegt für die Aymara hinter ihrem Rücken. Dort wo sie keine Augen haben. Sie können sie nicht sehen, sie kennen sie nicht. Vor Ihnen ist die Vergangenheit ausgebreitet. Die ist bekant; es ist sicher, dass sie gewesen ist. Sie ist bewiesen. Jeder kann sie sehen. Offen liegt sie vor aller Augen.
  • Aymaren aber sind es gewohnt, mit solchen für europäisch denkende Menschen vagen Informationen zu leben, und sie können etwas, das sonst wohl nur Wahrscheinlichkeitsmathematiker und Chaostheoretiker können: Sie ziehen aus diesen unsicheren Vorgaben ganz präzise Schlüsse für ihr tägliches Handeln.

Spieltheorie John F. Nash S.101

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Beispiel: Schraubenzieher unbekannter Grösse. Oder: Theorie sucht Anwendung. In seiner Promotion an der Princton University im Jahr 1950 erweiterte John F. Nash die Spieltheorie. Das nach ihm benannte "Nash-Gleichgewicht" entsteht, wenn kein Spieler davon profitieren kann, als Einziger seine Strategie zu ändern. Etwa wenn vier Spülmittelhersteller ihre Preise so tief gesenkt haben, dass sie gerade noch rentabel sind. In dieser Situation entsteht ein Nash-Gleichgewicht, da keiner mehr seine Produkte billiger anbieten kann, aber auch nicht teurer. Nash zeigte damit, dass der Eigennutzen des Einzelnen nicht automatisch zum Vorteil aller führt.

Mitmach Demokratie, Debatgraph S.112

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Mitmach-Demokratie <=> Collaborative Democracy <=> "Do Tank" anstatt Think Tank

Er ist viel beschworen und rar: der rationale Diskurs.

http://debategraph.org

  • Die Karte gehört zu einem Projekt namens Essence, das sich mit internet-basierten Techniken Kollektiver Intelligenz befasst.
  • Hoffnung darauf, dass neue Medien mehr Demokratie ermöglichen, gibt es schon lange. Schon Bertolt Brecht träumte davon, das Radio in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln, der es dem Zuhörer erlaubt, auch selbst die Stimme zu erheben. Später war es die Videotechnik, der ähnliche Hoffnung galten; dann: das Internet. Stets aber wurden die hochfliegenden Pläne enttäuscht. Das Radio ist geblieben, was es ist. Das Amateur-Video hat nicht das fernsehen revolutioniert. Und auch das Internet hat die Debattenkultur nicht massgeblich verändert.
  • Was Noveck und ihre Kollegen beim Do Tank umtreibt, ist vor allem die Frage, wie man Menschen motiviert, sich zu beteiligen
  • Weil es keine richtigen Lösungen gibt, deshalb müssen wir diskutieren

Wir denken um die Warheit zu beweisen S.144

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Besser wäre es so der Mediziner und Denktrainer Edward de Bono, wenn wir unseren Kopf dazu nutzen, neue Lösungen zu finden.

  • In vielen Wissenschaften - wie etwa der Physik - hat uns die Logik vorangebracht: Dennoch haben wir es nie geschafft, im grossen Masstab ein Denken zu entwickeln, das wirklich zu neuen Lösungen und Ansätzen führt., Im wesentlichen sind die grossen Denkleistungen Einzelleistungen geblieben.
  • Was ich mir vorstelle ist einen Ort des Denkens zu etablieren. Ein Treffpunkt und eine Basis für Menschen, die den Mut haben, anders zu denken.
  • Beispiel: Ich habe eine neue Idee wie mann Demokratie voranbringen könnte - wer Kinder hat, sollte eine Stimme mehr bei Wahlen bekommen. Denn wer keine Kinder hat, der blickt ganz anders in die Zukunft als ein Mensch der Kinder hat. Wer 50 ist und kinderlos, dem kann der Klimawandel eigentlich egal sein.
  • Die Untersuchungen kommen zum Schluss, dass 90 Prozent unseres Denkens am ende von Wahrnehmungen abhängen und nicht, wie wir glauben, von Logik. Das bedeutet auch, dass uns Logik nicht weiterbringt. Denn die Crux mit der Logik ist, dass sie an Grundannahmen hängt.
  • Bloss Wissen zu vermitteln ist lächerlich
  • Kreativität und echtes Design haben die Kraft, die Dinge grundlegend zu verändern
  • DuPont hat einen Cief-Idea-Officer und ein Zentrum für Kreativität gegründet


Sechs Hüte

Mit dieser Methode hat de Bono einen einfachen Weg gefunden, aus Denkschablonen auszubrechen - sechs Hüte, sechs Farben, und jede steht für eine andere Denkweise. Hat man ein Problem oder eine Fragestellung, kann man sich der Reihe nach alle Hüte aufsetzen und ein Thema aus immer neuer Perspektive sehen; in der Gruppe lassen sich die Hüte auch auf die Teilnehmer verteilen. Wer den blauen Hut aufhat, ist für strukturiertes, ordnendes Denken zuständig; mit dem gelben Hut nennt man erst einmal nur die Vorteile, mit dem schwarzen Hut nur die Nachteile eines Problems oder Projektes. Mit dem grünen Hut geht es um assoziatives Denken und ungewöhnliche Ideen, mit dem roten Hut um den Ausdruck von Gefühlen, die bei einem Projekt oder Problem auftauchen. Und der Träger des weißen Hutes schließlich sammelt alle Informationen wie in einer Datenbank, ohne sie zu bewerten.


Laterales Denken

ist der Oberbegriff für das, was de Bono mit den sechs Hüten praktiziert: die Fähigkeit, ein Thema unter verschiedenen Denk- und Wahrnehmungsperspektiven zu betrachten.

Die Karotte S.148

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Bei einem Bauern in China wachsen weisse Karotten auf seinem Feld. Das Staatsfernsehen hat ein Team darauf angesetzt um das Geheimniss wissenschaftlich zu lüften. Nach zeimonatiger verzweiflung hat das Team fast schon aufgegeben. Doch da kamm auch die Lösung. Auf einer Saatgut-Schachtel stand ein R. R für Rettich. Das war des Rätsels Lösung, der Chinese war Analphabet und hat Rettiche statt Karotten gepflanzt.

Dichte Offenheit S.160

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Wer heute Neues entdecken will oder muss, sollte sich nicht auf sich selbst verlassen. Kreatives Management ist das Management fremder Kreativität. Dabei lernt man, warum Bastler als Kunden so wertvoll wie gefährlich sind. Und wie man Erfindungen erhält, die nicht im Sinne des Erfinders waren.

  • Benchmarking für Weitsichtige: Wenn ein Skihersteller richtig gute Ski bauen will, dann fragt er einen Geigenbauer - wer kennt sich schon besser in Beschichtungen für die Kontrolle der Schwingungen im hochfrequenten Bereich aus? Wenn Geberit seine Sanitär-Anlagen plant, dann mit einem Werkzeug für Kraftwerksbau - wer plant schon komplexer und sicherer? Wenn Nike den Turnschuh im Informationszeitalter entwickelt, dann am besten mit Apple - denn wer lehrt den Schuh nutzerfreundlicher, über einen Bildschirm Daten wie die zurückgelegte Strecke, Laufzeit oder verbrannte Kalorien anzuzeigen?
  • "Cross Industry Innovation" ist eine Methode, bei der Wissen, Techniken und Geschäftsmodelle von einer auf eine gänzlich andere Branche übertragen und angepasst werden. Und das ist oft viel versprechender als Benchmarking, also das Lernen von Unternehmen derselben Branche. Oliver Gassmann, St. Gallen, und Ellen Enkel, EADS-Institut der Zeppelin Universität, halten in ihren Untersuchungen fest: Keine zehn Prozent aller deutscher Firmen nutzen die Entwicklungen anderer Branchen zur Innovation.
  • Grenzwertige Diversität: Innovation entsteht an den Grenzen und bei Grenzüberschreitern. Und virtuell zeichnet sich eine Renaissance der Selbsthilfegruppe ab, wie die kollaborativen Innovationsplattformen Innocentive oder Atizo.
  • Woher wissen wir, wo der Bastler, der externe Kompetenzträger, die relevanten Branchenvertreter, die wichtigen Netzwerke sind?
  • "Pyramiding Search" der Innovationsforscher Eric von Hippel und Reinhard Prügl auf die netzwerkbasierte Identifikation von Akteuren mit unterschiedlicher Spezialisierung - vom Lead User über den Ko-Innovateur bis hin zu komplementären Partnern. Die Verweisketten unter Bekannten in Netzwerken zeigen die relevanten Netzwerke besser auf als die Gelben Seiten.
  • Innovation fängt erst da an interessant zu werden, wo die Unternehmensgrenzen aufhören